Fußböden

Im Kirchenschiff sollten die alten Sandsteinplatten (lt. Denkmalamt) erhalten bleiben. Doch sind einige Steine vom Zahn der Zeit, von der Feuchtigkeit und der Nutzung doch schon sehr angegriffen gewesen. Auch gab es einige Flächen, an denen Steine ergänzt hätten werden müssen.

Die Prüfung der Angebote ergab, dass die Kosten für eine Aufarbeitung der alten Platten um 50% höher gelegen hätten als der Preis für einen komplett neuen Boden. Auch hätte das notwendige Anstückeln von neuen Platten (in den neuen Seitengängen und vorne zu beiden Seiten des Taufsteins kein befriedigendes ästhetisches Ergebnis gebracht.

So sind wir in Absprache mit der Denkmalbehörde einen anderen Weg gegangen: Die alten Platten wurden ziemlich an Ort und Stelle erhalten - sie liegen aber nun ca. 40 cm unter dem neuen Boden und werden den kommenden Generationen wohl ein kleines Rätsel aufgeben, was sich die werten Vorfahren wohl dabei gedacht haben ...

Man könnte das Ganze auch sinnbildlich interpretieren:
So wie die Kirche auf dem Boden des Alten und Neuen Testamentes sicher gegründet ist, so haben wir Oberjesinger eben nun eine Kirche mit doppeltem Boden ...

Die Wände

Die Wände brauchten dringend einen neuen Anstrich, an vielen Stellen wies der Putz Schäden und Risse auf. Manche Putzflächen waren dabei, sich von der Wand zu lösen und mussten wieder angeklebt werden. Die Feuchtigkeit machte uns auch hier viele Probleme.  

An der Nord- und Südseite unserer Kirche waren im Innenraum zwei Kamine erhalten, die aus der Zeit stammten, in der die Kirche noch mithilfe zweier Holzöfen beheizt wurde. Der Überlieferung nach haben damals die Gottesdienstbesucher ihr eigenes Holz zum Heizen mitgebracht...

Diese Kamine gehörten weder zum originalen Bestand noch wurden sie wirklich gebraucht. Wir haben sie daher abbrechen können.

 

 

Man meint fast noch, die Spur des alten Kamins auf der Wand zu sehen ...